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Schwarze Galerie - Vink's Reisen

Vink's Reisen

Eine außergewöhnliche Schenkung an das Museum der Schönen Künste


 

Brouillard pourpre, Les Tourbillons de fleurs blanches, Poussière d’or, La Montagne qui bouge, Un matin pour tout horizon… Diese wenigen Titel - unter vielen anderen - bilden eine farbenfrohe, poetische Symphonie, die der Lütticher Zeichner Vink von Mitte der 1980er Jahre bis in die 2010er Jahre geführt hat.

Vink wurde einem breiten Publikum vor allem durch zwei Serien bekannt: Der verrückte Mönch (zehn Alben, 1984-1999) und seine Fortsetzung, Die Reisen der He Pao (fünf Alben, 2000-2010, alle bei Dargaud). He Pao ist die Hauptheldin: eine Westlerin, eine "Barbarin" im feudalen China, die von einer initiatischen und persönlichen Suche geleitet wird, die durch zahlreiche Abenteuer und Wendungen führt.

Vink - mit bürgerlichem Namen Vinh Khoa - wurde 1950 in Da Nang, Vietnam, geboren. Er floh vor dem Krieg in seinem Land und ließ sich 1969 in der Cité ardente nieder. Nach einem Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Lüttich und einem Studium der Illustration an der Akademie der Schönen Künste realisierte er 1979 nach einem Drehbuch von Michel Dusart ein erstes Album. Es ist voll und ganz in die Geschichte unserer Region eingebettet: Pays de Liège, vie d'une église, zeichnet die tausendjährige Existenz des Fürstentums Lüttich nach.

Winks berufliche Karriere begann 1979 in der Zeitschrift "Tintin" und 1983 in der Zeitschrift "Charlie Mensuel", wo er die ersten Episoden von "Der verrückte Mönch" veröffentlichte. Es sind atemlose realistische Erzählungen im alten China, in denen der Zeichner und Drehbuchautor sein meisterhaftes Erzähltalent auslebt.

Seine Tafeln entfalten sich mit großer Energie in oft quälenden Szenen, seien es Kampf- oder Alltagsszenen, aber auch Berg- und Seelandschaften, in denen die Seeluft weht und der Wunsch nach Kontemplation aufkommt. Ob in klassischen oder breiteren Kästchen mit manchmal sehr filmischen Bildausschnitten, die Erzählung ist jedes Mal fesselnd und meisterhaft.

Vink ist einer der wenigen Comiczeichner, die mit direkter Farbe arbeiten, was seine natürliche Art ist, "um alles gleichzeitig auszudrücken", ohne den Faden zu verlieren. Zunächst verwendete er farbige Tinte, wechselte aber bald zu Aquarellfarben. Sein angeborener Sinn für Farben und seine manchmal druckgrafikähnlichen Kompositionen sind in seiner asiatischen Kindheit verwurzelt.

Die Präsenz einer weiblichen Heldin, die in den Kampfkünsten ebenso bewandert ist wie die Männer, ist in den franko-belgischen Comics der frühen 1980er Jahre nicht häufig anzutreffen. Doch die Action und die Wendungen in Vinks Szenarien sind vor allem ein Vorwand, um auszudrücken, was der Zeichner im Alltag empfindet, und um innere Geschichten zu erzählen. Der verrückte Mönch wird von Themen wie Entwurzelung, Angst vor dem Wahnsinn und Krieg durchzogen.

Da der Zeichner Vink wusste, dass es im Museum der Schönen Künste einen Bestand an Originaltafeln von Meistern der Neunten Kunst gibt, wollte er, dass eine repräsentative Auswahl seiner Arbeit in diesen Bestand aufgenommen wird. Vink machte dem Museum daher eine großzügige Schenkung von 173 Originaltafeln, von seinen Anfängen im Jahr 1979 bis zu seinen letzten Alben, d. h. fast 40 Jahre seiner Karriere. Am 25. Januar 2021 nahm der Gemeinderat von Lüttich dankbar diese Schenkung an ein Kunstmuseum an, die bis heute in der Geschichte der Comics in Belgien außergewöhnlich ist.

Die Schwarze Galerie von La Boverie freut sich besonders, rund 60 aus der Sammlung ausgewählte Tafeln zu zeigen, die jedes Album der Schenkung illustrieren. Im Rahmen dieser Ausstellung hat Vink auch vorbereitende Skizzen und mehrere neue Gemälde aus seiner aktuellen künstlerischen Arbeit, die sich der Porträt- und Landschaftsmalerei widmet, ausgeliehen. Zur Entdeckung dieses künstlerischen und persönlichen Abenteuers lädt das Museum der Schönen Künste ab diesem Sommer ein.

Alain Delaunois
Wissenschaftlicher Attaché
La Boverie - Museum der Schönen Künste

Vink's Reisen - Eine Spende
Ausstellung in der Schwarzen Galerie von La Boverie

Praktische Informationen zur Ausstellung :
Datum: vom 4. Juli 2022 bis zum 16. Januar 2023
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Adresse: Parc de La Boverie 3, 4020 Lüttich.

Contacts :
La Boverie : 04 238 55 01 (Startseite) – aW5mb0BsYWJvdmVyaWUuY29t

Über die Ausstellung :
Alain Delaunois Wissenschaftlicher Attaché / La Boverie - Museum der Schönen Künste (YWxhaW4uZGVsYXVub2lzQGxpZWdlLmJl )

Pressemitteilung von La Boverie :
Laura Dombret (bGF1cmEuZG9tYnJldEBsaWVnZS5iZQ== )
Emmanuelle Sikivie (ZW1tYW51ZWxsZS5zaWtpdmllQGxpZWdlLmJl">ZW1tYW51ZWxsZS5zaWtpdmllQGxpZWdlLmJl )